Warum die lange Pause

2. April 2010

Von Seiten der Eigentümergemeinschaft bekam ich von einem Mitglied euphorische Unterstützung (verbal), von anderen unterschwellig Missgunst und von den meisten: Gleichgültigkeit.

Von Seiten der Hausverwaltung Stirnrunzeln und die Prognose, dass es – kurzgefasst – nichts werden würde.

Wie erwartet habe ich daraufhin die Lust verloren an meinem Rollstuhlprojekt und lieber eine weitere ganz normale Mietwohnung in Berlin (Tiergarten) gekauft. Aber ich sehne mich weiterhin nach einem schönen Bauprojekt. Im Sumpf sollen Blumen blühen, und die will ich pflanzen.

Meine kleine Wohnung im Wedding, die ich so aufwändig und liebevoll saniert habe, vermietet sich easy. Jetzt hab ich neue Energie frei und habe nach langer Pause wieder geschaut, wie es um die Kneipe und den Friseurladen steht. – Letzterer übrigens immer noch leer.

Im Winter hieß es mal, die Betreiber der Kneipe säßen in U-Haft wegen Verdachts auf Drogenhandel, und da mögen sie durchaus noch immer sein, aber für die Kneipe macht das wohl keinen großen Unterschied, denn neue Betreiber sind nachgerückt. Da tut sich also nichts, was darauf hindeutet, dass ich  meine Plan in absehbarer Zeit umsetzen könnte. Herr Fru möchte übrigens für die Kneipe mindestens 260.000 haben.

Der Friseurladen wäre vielleicht für ein Zehntel dieser Summe zu haben, aber da er winzig klein ist und direkt neben der verhassten Kneipe liegt, wird mir das nichts nützen. – Oder doch?

Nicht weit vom Haus sind Kindergarten, Kinderhaus, Grundschule und ein neu angelegter Wasserspielplatz. Wie wär`s, in dem ehemaligen Friseurladen einen Kinder-Second-hand einzurichten?!

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